Design Tagebuch

Alle Jahre wieder… schneit es auf Logos hernieder

Rechtzeitig zur heißen Phase im Weihnachtsgeschäft überbieten sich alljährlich die Shops darin ihr Firmenlogo zu verhunzen. Zipfelmützen, Christbaumschmuck und künstlicher Schnee werden hervorgekramt, um den kaufwilligen Besucher mit aller Macht in eine stimmungsvolle Atmosphäre zu versetzen.

Farbig dezent, wie beim amerikanischen Shop Target, tut wenigstens nicht den Augen weh. Bei Plus hingegen wird aktuell der gesamte Shop mit Lametta, Christbaumkugeln und roten Schleifchen zu gehangen. Wems gefällt…

Nicht, dass ich etwas gegen einen schön dekorierten Weihnachtsbaum einzuwenden hätte. Aber bei Shops, die ihrem Firmenlogo eine rote Zipfelmütze oder ein Schneehäubchen verpassen kaufe ich aus Prinzip nicht ein. Amazon war in der Vergangenheit eigentlich immer der erste Shop, der Schleifen und rote Kugeln ausgepackt hatte. Dieses Jahr ist das Logo überraschender Weise schmucklos. Gut so.

Wenn ihr mich fragt ist Weihnachtsschmuck auf dem Firmenlogo Schnee von gestern. Viel Spaß noch beim Weihnachtsbummel.

abgelegt in Fundstücke, erstellt von Achim Schaffrinna am 06.12.2006 | 09:25
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7 Kommentare zu 'Alle Jahre wieder… schneit es auf Logos hernieder'

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  1. Anonym
    am 06. Dezember 2006 um 09:28 Uhr

    genialer Beitrag, gut recherchiert.

  2. Anonym
    am 06. Dezember 2006 um 09:29 Uhr

    Hauptsache dagegen. *tz*
    Finde diese Einstellung jedes Jahr aufs neue Lächerlich, Hauptsache durch Anti-Haltung auffallen.

  3. Anonym
    am 06. Dezember 2006 um 09:29 Uhr

    Ich kann dem Artikel auch nicht ganz zustimmen:
    Ob nun ‘Schnee’ oder eine sonstige Variation: Solange sie nicht lächerlich wirkt, ist sie ein Hingucker und fällt schlichtweg auf – vor allem dann, wenn man das x-te Mal auf besagter Internetseite gewesen ist und das Logo gänzlich ignoriert wird.
    Wirklich großartig sind die themenbezogenen Variationen des Google-Logos. Das hat einfach was!

  4. Anonym
    am 07. Dezember 2006 um 09:30 Uhr

    Gerade das Weihnachtsdesign von Target finde ich sehr gelungen, das könnten die sogar das ganze Jahr ausstellen wenn es nach mir ginge – die verkaufen doch sicherlich auch Eis oder sowas ;-)
    Das HMV-Design dagegen ist mehr als gruselig.

  5. Anonym
    am 07. Dezember 2006 um 09:30 Uhr

    “Finde diese Einstellung jedes Jahr aufs neue Lächerlich, Hauptsache durch Anti-Haltung auffallen.”
    Dem muss ich ein Stück weit zustimmen, leider wird hier pauschal gegen die Weinachtsanpassung der Logos und der Designs gewettert.
    Ich bin auch dagen dass jede Pappnase Schnee auf das Logo klatscht und nen Javascript-Schnee mit pixeligen Gifs einbindet.
    Aber im Fall von Karstadt oder Plus ist es doch recht gut gelungen.
    Wenn das ganze mit Liebe zum Detail gemacht wird und dezent verwendet wird finde ich das recht amüsant.
    Es geht hier schließlich nicht nur um Information sondern auch um Entertainment/Emotion/Kundenbindung

  6. Anonym
    am 10. Dezember 2006 um 09:31 Uhr

    Ich finds nett und mag den Schnee und die Kugeln zur Weihnachtszeit. Wann, wenn nicht Weihnachten, darf man auch mal einfach kitschig sein und überfülltes Design und Barockmentalität ausleben?

  7. am 14. Januar 2007 um 09:56 Uhr

    > Es geht hier schließlich nicht nur um Information sondern auch um Entertainment/Emotion/Kundenbindung

    Um Unterhaltung geht es in einem Shop sicherlich nur ganz am Rande. Potentielle Käufer sind auf der Suche nach Waren nicht nach einer Show. Die Präsentation der Produkte und der schnellstmöglichste Weg dorthin sollten im Vordergrund stehen. Alles was diese Sichtweise unterstüzt z.B. 3D-Ansichten, Großansichten oder auch Videos ist hilfreich und sinnvoll. Mit Unterhaltung hat das aber nichts zu tun.
    Emotion kann hilfreich, sein um eine Kundenbindung herzustellen. Primär ist sie allerdings nicht. Tchibo ist mit einer emotionalen Bildsprache zwar sehr erfolgreich aber dass es auch ohne sehr erfolgreich funktioniert zeigt z.B. Amazon.
    Im Übrigen kann ich alle drei Begriffe in Bezug auf den Absender einer Seite – dem Firmenlogo – nicht in Verbindung bringen. Je alberner das Logo verunstaltet wird, umso unprofessioneller wirkt der gesamte(!) Auftritt. Auch im Internet gilt: Die Chance für einen ersten Eindruck hat man kein zweites mal.


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