ALDI SÜD macht es sich mit seinem neuen Logo nicht eben einfach

ALDI SÜD, 1961 aus der Albrecht KG hervorgegangen, erneuert erstmals seit elf Jahren sein Logo. Das leicht modifizierte Unternehmenssignet soll zu einem zeitgemäßen und zukunftsfähigen Auftritt der Unternehmensgruppe ALDI SÜD beitragen, wie es von Seiten des Unternehmens heißt. Dem zuletzt eingeschlagenen Weg in Richtung Einfachheit, wie ihn ALDI in seiner jüngsten Image-Kampagne propagiert, folgt das Signet allerdings nur bedingt.

Das neue Logo spiegele die wesentlichen Entwicklungen wider, die das Unternehmen in jüngster Zeit im Sinne der Kunden durchlaufen hat. „Für unsere Kunden wird dies zum Beispiel sichtbar an der laufenden Weiterentwicklung unseres Sortiments, der Neugestaltung unserer Filialen oder Aktionen wie dem kommenden Pop-up-Store ‚Meine Weinwelt‘, so Kirsten Geß, Communication Director bei ALDI SÜD. Die frische visuelle Gestaltung des neuen Logos passe ideal zum aktuellen Modernisierungsprozess von ALDI SÜD.

Trotz optischer Veränderungen bleibe ALDI SÜD seinen Prinzipien treu, die es seit mehr als 50 Jahren verfolge: qualitativ hochwertige Produkte zum bestmöglichen Preis anzubieten. Mit diesem Prinzip der Einfachheit habe die ALDI SÜD Gruppe in allen Märkten, in denen sie weltweit tätig ist, stetig an Attraktivität gewonnen, so das Unternehmen. Diese Linie sei auch beim Relaunch des neuen Logos wiedererkennbar, so das Unternehmen.

Für das Redesign verantwortlich zeichnet die Agentur Illion Markensocietaet verantwortlich.

Kommentar

Während zunehmend Marken, beispielsweise Mini, Audi oder Citroën, auf Minimalismus und Flat Design setzen und sich auch viele andere Markenauftritte von einem Glossy-Look wegbewegen, führt ALDI SÜD Verläufe im Firmenlogo ein. Ein Anachronismus. Das neue Signet will zu der zuletzt lancierten Image-Kampagne „einfach kaufen“ nicht so recht passen. Die Kampagne ist gleichwohl bemerkenswert, nicht nur weil es die erste überhaupt für das Unternehmen ist, auch weil erstmals beide ALDI-Häuser in der Werbung gemeinsam auftreten. „Wir brauchen nicht viel, um glücklich zu sein“, so ein Slogan innerhalb des TV-Spots, der seit Herbst 2016 gesendet wird. Anscheinend braucht ALDI SÜD aber Farbverläufe. Farbverläufe in Logos sind wie Plastiktüten. Sie sind abkömmlich. Einfacher ist’s in jedem Fall ohne.

Das neue „A“, so ist geplant, soll zukünftig auch eigenständig in Erscheinung treten. Da darf man gespannt sein. Denn weniger das „A“ als vielmehr die typische Farbgebung aus Blau, Orange, Gelb ist es, die ALDI SÜD kennzeichnet. Ohne farbige Outlines, dürfte es schwierig sein, ALDI SÜD als Marke zu erkennen.

ALDI SÜD möchte wertiger erscheinen. So ist das Redesign zu verstehen. Ein dunkleres Blau. Größerer Blauanteil. Ein gefälliger Schriftzug, ebenso abgerundet wie das A und wie die farbigen Outlines. Und Farbverläufe, die jene Wertigkeit unterstreichen sollen. So ging man in der Kreativbranche vor zehn Jahren an die Sache ran, als immer mehr Markenzeichen mittels Farbverläufen frisiert wurden. Zu sehen, dass auch heute noch auf Basis dieser Stilistik Modernität vermitteln werden soll, verursacht einen Flashback. ALDI SÜD dreht die Zeit zurück, so scheint es. Bitte nicht falsch verstehen, denn ja: das neue Logo könnte man als schick bezeichnen. Das geschwungene „A“ erinnert an das Logo einer Airline oder das Signet einer Bank. Das „Einfachsein“ wird einem als Lebensmittel-Discounter mit einer solchen Positionierung allerdings nicht eben erleichtert.

ALDI SÜD Logo-Historie

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79 Kommentare zu “ALDI SÜD macht es sich mit seinem neuen Logo nicht eben einfach

  1. Als Nordlicht habe ich noch immer das 1982er Logo im Kopf wenn ich an Aldi Süd denke. Das 2006er hat mir nicht gefallen.

    Mit dem neuen Logo assoziiere ich Textilien oder Waschmittel. Ich bin aber sicher, dass es gut funktionieren wird. Die Wiedererkennbarkeit ist eindeutig gegeben und es wird aufgrund der großzügigen Zwischenräume auch in kleiner Darstellung, beispielsweise auf Facebook, eine gute Figur machen.

      • Stimmt, Hofer hab ich schonmal gehört, dann macht die höhere Steigung inhaltlich natürlich Sinn. Danke für den Hinweis. Trotzdem mag ich das 1982er Logo lieber. :)

        Was macht denn Hofer jetzt?

  2. Das C ist anders. Die sind von dem Packman-C (das aus Albrecht übernommen wurde), zu einem geschlosseneren C übergegangen.

  3. Die Rolle, die das Logo international spielen muss, hat sicher auch Einfluss auf die Gestaltung gehabt. Soweit ich gelesen habe, läuft der Test grad in China? In China müssen europäische Dinge teuer aussehen.
    Hier in Australien, wo ich lebe, ist Aldi Süd sehr aktiv und inzwischen der dritte Musketier neben Woolworth und Coles, den beiden grössten Supermarktketten. Woolworth übrigens mit Verlauf im aktuellen Logo seit 2012 ;-)
    Ich find es aus sentimentalen Gründen etwas schade, dass das alte Logo verschwindet, aber die Läden sehen ja auch schon nicht mehr so aus wie früher, zumindest hier nicht. Hier ist viel schwarz, silber, holz, frischetheken, alles sehr hipstermässig. Deswegen wundert mich die Wertigkeit, die das neue Logo ausdrücken soll, nicht.

    NAchtrag: aber irgendwie passen die gelben und orangen Rahmen nicht mehr, zumindest nicht im aktuellen Entwurf.

    • Die Expansion nach China ist sicherlich ein wichtiger Aspekt. Dank Dir für die Ergänzung. Allerdings beschränken sich die Aktivitäten hier seitens ALDI SÜD derzeit rein auf das digitale Geschäft (siehe Pressemeldung). Filialen, wie bei uns, gibt es derzeit keine.

  4. Ich bin ja so einer, der auch immer wieder mal Verläufe passend findet. Bei ALDI Süd hätte ich jedoch einfach auf das 1982er-Logo zurückgegriffen. Das wär meiner Ansicht nach perfekt.
    Kommt in den Weißraum unter dem Schriftzug noch ein kleines Süd, oder wie ergibt sich der Abstand zum Rahmen?

    • Finde ich auch, Verläufe sind nicht per se schlecht. Gut und an den richtigen Stellen eingesetzt können die auf jeden Fall ein Logo noch verbessern. Und hier finde ich schon, dass der Einsatz gelungen ist. Es kommt halt immer auf das Logo, den Einsatz und den Gedanken dahinter an, ob das Sinn macht oder nicht.

    • Dieser übermäßig große Weißraum stört mich auch extrem. Naja, passt zum Airline-Look, dass ALDI jetzt zu schweben scheint.

      Gut finde ich allerdings, dass die Größe der Rahmen angeglichen wurde. Diese wirken sehr viel harmonischer als zuvor.

  5. Mir gefällt es. Die Vereinfachung sollte man nicht nur auf die 2D-3D reduzieren. Durch die neue Gewichtung ist das Logo klarer; durch mehr „Raum“ ist die Schriftmarke besser lesbar/erfassbar; durch die „Säuberung“ von unnötigen Rahmen, in Rahmen, in Rahmen ist das Logo ruhiger , also einfacher geworden; Das 3D-Effekt, nicht nur die Verläufe sondern die räumliche Darstellung (Abrundungen) deuten auf Verpackung hin, was die Wertigkeit der Produkte unterstützen könnte. Zu guter Letzt: nur weil alle in der 2D-Falle sich suhlen, heißt nicht, dass alle diese Mode nacheifern müssen. Wenn Aldi mehr Geld für seine Produkte sehen will, muss auch wertvoller aussehen. Es würde mich aber interessieren, wie die Kollegen die Aufgaben 1c, bitmap, Minimalgröße und Druck auf unterschiedlichsten Materialen gelöst haben.

  6. Aua – das reiht sich leider in viele „ReDesigns“ der letzten Jahre ein, die sich fast alle als markenschädigend herausgestellt haben.

    Des Weiteren wirkt es auf mich mehr wie eine Airline oder ein Energiekonzern, jetzt interpretiert man erst recht die Farben als Thermik.

  7. Es würde mich nicht wundern, wenn demnächst auch ALDI NORD sein Logo überarbeitet und dabei zwar seinen charakteristischen Farbkanon Blau, Weiß und Rot beibehält, grafisch aber näher an ALDI SÜD heranrückt. Die geschwungenen Linien des „A“ könnten diese Entwicklung andeuten.

    • Danke, den Gedanken hatte ich auch gerade … übrigens sehe ich hier den Grund für die Überarbeitung von 2006: Das „/-“ kann ja sowohl „A“ als auch „h“ andeuten.
      Als jemand, der einige Kilometer hinter der Grenze im „Nordland“ lebt, habe ich ein nur vages Abbild des Logos im Kopf, das sich in Form und Farbe zwischen den Varianten ’82 und ’06 bewegt.

  8. Was mich am meisten stört ist die neue Form des großen „A“, oder? Das soll doch eine pfiffige dreidimensionale Form darstellen, die aber perspektivisch keinen Sinner ergibt. Die linke untere Ecke ist perspektivisch doch schlicht falsch. Das Logo ist für mich auch in der Gesamtbetrachtung nach wie vor ein Graus aber ich bin wohl nicht die Zielgruppe.

  9. Das ist halt das, was sich Liese Müller (Konsument, Händler, egal) als wertig vorstellt: Mit Verläufen und runden Ecken, rundgelutschte Geschwindigkeitsstreifen sind schick. (Nunja, 80er Jahre-Schick, nun gut. )
    Punkt um.

    Dagegen kann man nun als sich ehrbar wähnender Designer kämpfen, disputieren bis der Arzt kommt oder daran untergehen, es ist völlig egal.

    Sie werden es weiterhin toll finden. So wie deutsche BMI- umd Bundesdruckerei-Beamte es weiterhin toll finden werden, ein kreisch-buntes und ein in der Raumaufteilung völlig unmotiviertes Hologramm-Gewitter auf Pässen zu veranstalten und das mit stolzgeschwellter Brust auch noch zu präsentieren.

    Kommunikationsdesigner müssen lernen:
    SIE MERKEN ES NICHT! Sie haben nicht die Wahrnehmung dafür. Sie sind ‚them‘. Womöglich anderer Gehirnaufbau, keine Ahnung. Einfach ding.

    Als Kommunikationsdesigner (hübsches Wort gelle, nur ohne jede öffentlche Wirkung, son Lügen-Medienfuzzi halt …) streite ich mich doch nicht mit Blinden rum über Farben, und mit ‚them‘ nicht über Formen und Design, und mit Aliens nicht darüber, wie ich den Weltraum gerne hätte.

    Und nein.
    Erziehen kann man ‚das‘ nicht. Designer sind gerne und oft richtige Streetworker und bemerkenswert geduldige Pädagogen. War ich auch mal. Wisst ihr, ich hab Jahre, ja Jahrzehnte meines Lebens damit verbracht, ein bisschen Licht ins gestalterische Dunkel der Köpfe zu bringen, den einen oder anderen Kunden vorsichtig in der Wahrnehmung weiterzubilden und ihn mit Aha-Erlebnissen (https://de.wikipedia.org/wiki/Aha-Erlebnis , Wenn dem Gehirn ein Licht aufgeht ) und Lösungen zu versorgen (behutsam ‚erziehen‘). Man kann sich das eigentlich sparen. Im positivsten Fall kommt mal als Besserwisser und Meckerer rüber. Große Losergefahr.

    Das einzige, was ich, wenn das mein Kunde gewesen wäre, noch entnervt in den Ring geworfen hätte, wäre:
    „Und sind Sie sicher, dass man Ihr markentechnisch wichtiges ‚A‘ derart verfremdet ungestützt echt noch als A wahrnehmen kann, wenn das ALDI nimmer drunter steht?“

    Und – als letzter Versuch !important; – eine ebenso große Pappe in einer Versuchsreihe präsentiert, auf der das ALDI eben nicht mehr drunter steht.

    Das Signet von ALDI-Hofer ist nämlich fast schon der Beweis: Kaum steht statt ‚ALDI‘ das Wort ‚HOFER‘ drunter, versteht man als Leser diese merkwürdige Form aus rundgelutschten Kaugummistreifen null mehr. Denn HOFER hat kein A inne und greift daher weder formal noch gelesen das obere bis zur Fast-Unlesbarkeit verfremdete A auf – auch ein extrem verändertes A nicht auf. Die gedankliche Stütze ist weg, ein A zu inerpretieren. Hier ist dieses ehemalige A als verfremdete Form so unmotiviert, wie es nur sein kann – und wenn man mit Blendwerk und Blingbling dafür sorgt, dass man es als Buchstaben kaum mehr erfassen kann, dann wird es nicht besser.

    In kurz: ALDI-Süd macht in meinen im Laufe der Berufsjahre leicht angenervten Augen grade den Fehler, ihr ‚A‘ stolz bis zur Unkenntlichkeit zu verhunzen verfremden und ein mit Speisefarben eingefärbtes Bandnudel-Gericht im Energie-Unternehmen-Geschwindigkeitrausch statt dessen zu präsentieren. Vielleicht war das ja Absicht, vielleicht gehen sie ja demnächst in die internationale Rotor-geprägte Papardelle-Industrie.

    Aber vielleicht irre ich mich ja auch. Vielleicht kennt international jeder bis auf das kleinste Kind auf Bali das alte ALDI-Süd Logo bereits auswendig und träumt nachts davon. Dann, ja dann kann man mit dem getigerten ‚A‘ machen, was man will. Auch es als eine Raumstation oder einen Rasen-Rechen umformen. Und das kleine Kind aus Bali träumt auch dann noch vom A als ‚A‘, obwohl es längst ein gestreiftes blaues Nudelgericht wurde. Ois gibts, das gibts. Dann habe nie was gesagt.

    Rant Ende.

  10. als erstes dachte ich … Fluggesellschaft … dann schaute ich weg, nochmal hin … Waschmittel … Internetanbieter … letztendlich gefällt es mir sogar ganz gut. Dieser „Bilderrahmen“ hat mir noch nie gefallen, wurde jetzt auch nicht besser. Der Schriftzug ist moderner. Passt irgendwie zur Neugestaltung der Läden.

    Ob das der Marke einen Schaden zufügt … ich glaube nicht. Die Wiedererkennbarkeit ist da, den meisten Käufern bei Aldi wird das Redesign egal sein. Für die Expansion im Ausland mag der Schritt nachvollziehbar sein.

  11. Nachdem ALDI in die Energiebranche eingestiegen ist, scheint nun die eigene Airline zum greifen nah. Bin gespannt was sich da noch tut. ;) Dann gäb es vielleicht endlich mal frisch aufgebackene Tiefkühlpizza im Flugzeug.

    Davon abgesehen finde ich das neue Logo wesentlich zeitgemäßer und ansprechender.
    Aufgrund der Anwendungsvielfalt, hätte ich aber auch (weiterhin) eine 2D Variante bevorzugt.

  12. Allem Trend zum Trotz finde ich das neue Logo in Glossy-Chick doch sehr ansprechend! Das A-Signet ist nicht mehr so steif und die Schifft passt sehr gut dazu.
    Lediglich die Rot-Orange-Gelben Outlines waren und sind eine Zumutung für das Auge – vor allem in Verbindung mit Blau. Andererseits hat man sich daran schon gewöhnt und vermutlich wäre ohne dies der Wiedererkennungswert dahin (auch im Vergleich zu Aldi-Nord).

    Also doch irgendwie alles richtig gemacht?!

  13. Meine erste Assoziation: „Billig“. Und das meine ich nicht wertend in Bezug auf das Logo, sondern auf den Preis der angebotenen Waren bezogen. Ich finde, diese Botschaft sendet das neue Logo nach wie vor aus. Ob es einem gefällt, ist eine andere Frage.

  14. Ich hätte mich an deren Stelle wieder zurück zum Logo von 1975 besonnen und das ganze wieder auf einen starken Schriftzug reduziert. Das hat den Vorteil, dass es die ganzen jungen Leute anspricht, weil nicht so sehr mehr an die Aldi-Tüte erinnert und die ganzen älteren Generationen fühlen sich wieder in eine bessere Zeit zurückversetzt, als man Lebensmittel noch beim Albrecht kaufen konnte.

    Und weil Freitag-Abend ist hab ich natürlich gleich ein Quick&Dirty-Mockup davon erstellt :-D:

  15. Nüchtern betrachtet:

    • blaue Streifen mit mehr Abstand, als Fortsetzung aus 1982-2006: großzügiger
    • Mehr Weißraum: großzügiger
    • Rahmenbreiten reduziert und angeglichen: weniger schreiend, weniger billig wirkend
    • Blau verdunkelt: Eleganter als zuvor
    • „Rundere“ Schrift: Freundlicher, weicher
    • Erhöhte Lesbarkeit

    Ich vermute mal, das es auf jeden Fall eine langsam fortschreitende Weiterentwicklung werden sollte.
    Das würde meiner Meinung nach erreicht.

    Alle, die jetzt „Das ist aber nicht flat!“ rufen, bitte mal gegen zuvor genannte Punkte argumentieren. Ich bin gespannt.

    • Nur weil etwas mehr Weißraum hat wirkt es deswegen nicht großzügiger. Der Weißraum wirkt unausgewogen, als wäre der Schriftzug falsch positioniert.

      Der Rahmen wirkt ebenfalls deplatziert und fügt ist zum Verlauf im Hintergrund in meinen Augen nicht sehr harmonisch.
      Der Verlauf an sich wirkt in meinen Augen weder elegant, noch stimmig. Er scheint an keinem Element richtig ausgerichtet zu sein und liegt halt irgendwie so schräg irgendwo rum. Ich bin mir sicher man könnte schon durch Veränderung des Verlaufs das Logo stark aufhübschen.

      Es muss nicht alles Flat oder abgedreht sein, aber das Logo wirkt in sich nicht stimmig und wirkt wie ein Versuch, zwanghaft das alte Logo in einer neuen Form zu präsentieren.

  16. Die Unausgewogenheit des Weißraums (oder eher Dunkelblauraums) unterhalb des Schriftzugs kommt wahrscheinlich daher, dass dort in den verschiedenen Ländern ein Zusatztext eingefügt wird. In China, wo das neue Logo schon auf der Website verwendet wird, kann man das sehen: https://www.aldi.com.cn/Home/MobHome
    Ich kann mir vorstellen, dass in Deutschland dort dann wieder „Süd“ stehen wird.

  17. Die Idee ist nett, die Umsetzung schwächelt leider. Signet und Wortmarke brauchen deutlich mehr Space. Die Typo der Wortmarke ist für mich jetzt auch nicht mehr ALDI, sondern AUDI! Verläufe hin oder her… sind eben Trends und Moden. Grob gesagt, finde ich das Redesign handwerklich unsauber…

  18. Das Bildelement „A“ und den Schriftzug sehe ich durchaus als gelungen an – das „A“ könnte man nun euch sehr gut alleine einsetzen, da es einen sehr markanten Look hat. Hingegen die durch Verläufe angedeutete Plastizität wie auch der Verlauf im Blau sind überflüssig und zudem in der Reproduktion auf Kleinst-Anwendungen sicherlich hinfällig. Ob das nun vor allem für den China-Online-Vertrieb deswegen so aussieht, kann man mutmaßen, macht aber dennoch nicht mehr Sinn.
    Auch dir Proportionen der dunkelblauen Fläche samt Rahmen wirkt unfertig. Da finde ich Penny als alternativen Discounter einfach besser gemacht …

    Völlig unverständlich ist dies Situation mit Hofer in Österreich. Klar gehört man zu Aldi Süd, aber das interessiert in Österreich niemanden so wirklich. Ich hätte da ein eigenständigeren Markenlogo besser gefunden. Bisher hatten viele in der „Bildmarke“ so etwas wie ein kursives „H“ gesehen. Nun ist es aber definitiv ein „A“ was den Österreichern durchaus wieder bewusster machen könnte, dass Hofer eben doch zu Aldi Süd gehört. Gerade weil man in Österreich häufig auf den regionalen Bezug pocht, vielleicht nicht die schlaueste Taktik. Hier ein Artikel aus Österreich dazu: http://www.handelszeitung.at/handelszeitung/neues-unternehmenslogo-fuer-hofer-140544

    Sehr gespannt in ich nun auf Aldi Nord – tut sich dort auch etwas? Wird man sich auch verändern. Oder am Ende gar annähern …
    Bis heute habe ich diese Nord-Süd-Trennung nicht verstanden, vor allem mit Blick auf das gesamte Europa-Geschäft https://de.wikipedia.org/wiki/Aldi#/media/File:Aldi_branches_in_Europe.svg und dann wiederum Aldi Süds Aktivitäten in den USA und eben jetzt in China.

  19. Leider gibt es für mich sehr wenig positives zu bewerten.
    Zuerst ist die Doppeldeutigkeit A+H fast nicht mehr zu erkennen (Danke JyS. für den Link über Hofer). Durch die 3D-Streifen, die an den Enden abknicken wirkt es eher verschwommen und unsauber. Am noch schmäleren farbigen Rand verlaufen gelb-orange-rot noch mehr miteinander was insgesamt einen sehr schwammigen Eindruck macht.
    Beim Logo ohne den Regionalzusatz (Süd, …) ist die Schrift außerdem viel zu weit oben. Der Inhalt ist etwas ungünstig platziert, sodass ich vergeblich nach einer Linie der Positionierung suche.

    Vielleicht hätte man sich wirklich trauen sollen, einen neuen Ansatz zu machen (wie es Pfahli zeigte), aber man wollte sicher die ursprüngliche Form beibehalten, um nicht die vorhandenen Schilder bzw. deren Rahmen ersetzen zu müssen. Konnte es mir nicht nehmen lassen, eine Art Mittelding zwischen dem Alten und dem obigen Beispiel zu erstellen. ;-)

    • Nicht böse sein, aber dieser Entwurf ist eher im Stil von „RTL Plus“ aus den frühen 80ern :-) Ich sehe förmlich Hans Meiser mit diesem Logo im Hintergrund, gedruckt auf einen A2-Karton, moderieren.

      • Hallo Martin, weiß zwar nicht, was das mit RTL zu tun haben soll, aber bin trotzdem nicht böse, war ja nur ein Entwurf so zum Spaß. ;-) Zugegeben, es fehlt irgendwie der typische Rahmen zur Wiedererkennung, aber die neue Version finde ich einfach von der Positionierung unmöglich. Da gefällt mir das Alte noch besser. Was auffällt ist auch die unterschiedliche Positionierung und auch Strichstärke zwischen ALDI und Hofer im neuen Logo. Irgendwie fehlt da die Einheit. Dazu nochmal im Vergleich, ein kleines Beispiel-Update, das Alte und das neue Logo von ALDI und Hofer.

  20. Ich finde das neue Logo interessant, die Schrift und den dunklen Blauton finde ich z.B. schöner als zuvor, andererseits halte ich den Abstand (den leeren blauen Bereich unten) viel zu groß im Vergleich zum restlichen Rand, das sieht aus, als ob das stilisierte „A“ wie auch der Schriftzug zu weit oben sitzt. Oder kommt da noch ein Süd drunter?

  21. Bitte beachtet, dass es bei Discounter-Design noch nie um klassische Kriterien ging, wie sie sonst angelegt werden.

    Es geht um a) Auffälligkeit und b) Wiedererkennbarkeit. Transport von weiteren Assoziationen wird zwar ggf. kommuniziert, ist aber nicht wirklich das Thema, jeder weiss ja, was er von einem Discounter-Markt zu erwarten hat.
    Glaubt ihr, Netto wüsste nicht, dass es hübschere Farbschemata gibt, als das starke Gelb? Kaufland, als das rot/weiße Farbschema? Usw.

    Dieses sehr farbige und plastische neue Aldi Süd Logo hat beides, worauf es beim Discounter ankommt. Auffälligkeit und Wiedererkennbarkeit.

    Dazu ist schon auch eines festzuhalten, speziell im Supermartbereich kommen sukzessive die 80er wieder zurück. Siehe die neue Schriftart von Netto (ohne Hund).

    Die beiden Vorschläge in den Kommentaren scheinen mir außerdem aus der Nordhälfte der Republik zu kommen, aus dem Reich von Aldi Nord, das dort eben stark auf Blau als Grundfarbe setzt. Das sieht man euren Gegenvorschlägen sehr an, dass euch das beeinflußt hat, richtig geraten bzgl. Herkunft @Paddy S. & Pfahli?

    Das würde nur einmal mehr beweisen, wie stark die Discountermarken und insb. eben Aldi sich im Unterbewusstsein festgesetzt haben. Und einen schöneren Erfolg kann es für Markendesign nun einmal nicht geben. Es muss nicht ästhetisch gefallen – genauso wie ein Aldi Markt – es muss seine Funktion erfüllen – genauso, wie ein Aldi Markt. Ein zu gefälliges Logo könnte sogar beim Verbraucher widersprüchliche Assoziationen bewirken. Aldi möchte, allen kleinen Upgrades von Märkten und Sortiment zum Trotze, nämlich wie eines bloß niemals wirken: wie ein normaler, durchgestylter, „teurer“, Supermarkt.

    • @ Ric
      Seeh ich ähnlich.

      Kommt darauf an, was man denn als Style begreift. Viele Designer begreifen udn akzeptieren als „den Style“ nur dieses Flat Design. Das ist Under-Style, Understatement. Es gibt jedoch auch den Overstyle.

      Das neue ‚A‘ ist overstylet. Auch noch zu altmodisch overstylet. Aber vielleicht signalisiert gerade altmodischer Overstyle: billig.

      Wiedererkennung:
      Das ‚A‘ ist so in dieser Overstyle-Verfremdung alleinstehend kaum mehr als A erkennbar.

      Zukunftsblick: Wird eine schwierige Sache dieses verfremdete overstylte A, wenn irgendwann – aus Markt-Akkumulationsgründen, M & A – der seltsame, aber wiederkennbare 3-fach-Rahmen und die blaue Fläche als Mandatory Elements entfallen sollten. Dann ist das nicht mehr ALDI.

    • Hallo Ric,
      leider falsch geraten, komme aus südlichem Gefilde. ;-) Meine Ansatzpunkte waren: Vereinfachung bzw. Reduzierung der einzelnen Bestandteile auf die Bildmarke und die Wortmarke, das dunkle Blau war und ist auch bei ALDI Süd die dominierende Farbe. Habe lediglich die für mein Verständnis mittlerweile recht schmalen Rahmenlinien in gelb-orange-rot, die aus der Distanz etwas verschwimmen, direkt in die Bildmarke transportiert… ;-) Schönen Sonntag noch.

    • Wie du meiner Anspielung auf die Badnerfarben sicherlich entnehmen kannst, Stämme auch ich aus der südlichen Hälfte des Aldi-Equators. Mit Aldi Nord assoziiere ich eher die Mischung aus Weiß und Hellblau. Wie Paddy bereits gesagt hat, habe auch ich versucht, die Orangetöne eher in der Bildmitte zu platzieren, denn im neuen Logo scheinen sie mir nicht prominent genug. Man muss dazu sagen, dass mein Entwurf ein 5 Minuten-Projekt war, natürlich ist das ganze nicht bis zum Ende durchgedacht.

  22. Das Kaufland-Logo wurde übrigens auch aktualisiert – hier hat man sich getraut, die vollkommen unnötigen Kästen und Unterstreichungen zu entfernen. Auch die Bildmarke ist jetzt nicht mehr so langgezogen, sondern quadratisch.

    Sieht jetzt viel klarer aus.

  23. Ich finde das alte wie auch das neue Logo grauenhaft, wenn ich das Logo sehe denke ich immer an die 80er und 90er.
    Ich finde man hat es verpasst in eine neue Richtung zu gehen.

  24. Grundsätzlich sieht das neue Logo in meinen Augen schon moderner aus und auch besser als der Vorgänger. So recht gefallen will es mir aber immer noch nicht.

    Trotzdem ist es zu begrüßen, das nicht alle Unternehmen dem Flat-Design verfallen.

  25. Sich die Arbeit eines Anderen zu nehmen und sie kritisch zu zerpflücken ist nicht schwer und manchmal ja sogar vergnüglich.

    Aber ich möchte hier mal gegen den Strich bürsten. Sei es nur um den Advocatus Diaboli in der Diskussion zu spielen.

    Wie entstehen Moden?

    1. sie werden gesetzt,

    2. sie werden nach gesellschaftlichen Stimmungen gesetzt.

    So ist es kein Zufall, dass es seit ca. 2008 in den Markenauftritten immer reduzierter wurde. Das war die Zeit der Finanzkrise und des oft zitierten „new normal“. Es lässt sich die gesamte Nachkriegsgeschichte zurück verfolgen, in Zeiten wirtschaftlichen (!) Optimismus werden die Markenauftritte extrovertierter, in Zeiten wirtschaftlicher Depression verkriechen sie sich im Minimum.

    Und die Firma Aldi ist eine der prominentesten Marken überhaupt in Mitteleuropa, „Trendsetter“ ist nicht nur die Münchner Schickeria oder die Berliner Hipster. Trendsetter entstehen auch durch Masse und Fläche.
    Was wenn Aldi hier einen neuen Trend frühzeitig ausgemacht hat? Schließlich überarbeitet Aldi seinen Markenauftritt sehr selten, das hier ist die erste tiefgreifende Überarbeitung seit 1982, denn 2006 war bestenfalls eine kleine Auffrischung.

    Man hat also für die nächsten Jahrzehnte ein neues Markengesicht kreiert. Und da ist es nur logisch anzunehmen, dass der Trend hin zum „ich tipp mal was in der Textverarbeitung, mach den Text farbig und nenne das Logo“ den Leuten mittelfristig schon wieder zum Halse heraushängen wird.

    Internationale Marken zeigen teils auch schon wieder einen anderen Trend.

    Das ist zB das neue Logo für 5G, den Mobilfunkstandard des nächsten Jahrzehnts:

    https://www.mobiflip.de/5g-logo/

    das ist deutlich mehr „3D“ als das alte LTE Logo von Anfang 2008, quasi kurz vor der Finanzkrise wurde es geboren:

    http://www.3gpp.org/about-3gpp/19-lte-logo-use

    Andere globale Marken gehen auch wieder zu Komplexität und 3D zurück,

    zB Guiness:

    http://www.creativebloq.com/logos/designers-react-new-guinness-logo-51620192

    und selbst in der IT bröckelte schon die Front der einfachen 2D Linien:

    http://blog.smithhousedesign.com/instagram-new-logo-marks-the-end-of-flat-design

    der Blogger geht auch ganz gut auf die Nachteile von Flat Design ein, sinngemäß: jetzt macht es jeder, es nutzt sich ab.

    Weiteres Lesefutter dazu aus der Perspektive des Webdesign
    http://www.quatrohaus.com/blog/2017-design-trends-end-flat-design

    Ich würde auch nicht vom Hocker fallen, wenn Aldi das neue Logo nun auch tatsächlich in 3D auf die Pylone vor den Märkten schraubt, also der Rahmen, der von Farbe zu Farbe etwas zurück springt, bis der blaue Hintergrund erreicht ist, daraus erhebt sich das „Kernlogo“ mit den Wellen, darunter der ebenfalls erhabene Schriftzug.

    Solche Logos habe ich in den USA in den letzten 1-2 Jahren vermehrt gesehen. Das Herstellungsverfahren dafür nennt sich „Tiefziehen“ und ist nicht sonderlich teuer.

    • Das sind unheimlich gute Interpretationsansätze! Ein Logo ist – meiner Meinung nach – dann gut, wenn es nicht modisch ist, sondern einen eigenen „Spirit“ hat, der charakteristisch ist und zur Marke passt wie angegossen. Was habe ich mich geärgert, als Ebay und Microsoft ihre Logos und Wortmarken dermaßen vereinfacht haben, dass nichts mehr davon übrig blieb. Im Endeffekt sah es dann doch nur billig, lieb- und leblos aus und hatte einfach keinen Wert mehr. Aber die Designer, die geilten sich auf an den „einfachen Formen“, der „ausgefeilten Typographie (Ah, die Frutiger! Oh, Helvetica mit einer kleinen Modifikation im „o“! Ui, das Redesign hat verdientermaßen 100 Mio. Dollar gekostet!)“ und der „reduzierten Optik“.

      Bullshit.

      Das neue Aldi Süd-Logo ist eine gelungene Evolution. Ja, mit Reflexen und 3D. Da sage ich einfach nur: „Wow!“ und freue mich, dass man es geschafft hat, ein wirklich hübsches Logo zu erschaffen, das den Konzern und die Kunden hin zum „neuen Aldi“ begleitet. Auf mich wirkt es hochwertig, so wie die ganze Entwicklung von Aldi Süd im Moment, und genau das kommt beim Logo rüber: erschwinglicher Luxus (durch die neue Schrift und die Reflexe symbolisiert) im bewährten Aldi-Stil, den man farblich direkt wiedererkennt (das halbe A, blau und orange).

      Und dann vielleicht noch live in 3D – DAS wäre wirklich toll!

  26. Ich weiß nicht so recht…irgendwie sieht das neue Logo mir zu sehr nach einer Kreuzung von AirBerlin und LADA aus :/ Hab mich auch mal an das Logo getraut, hier mein Vorschlag :D

  27. ALDI Süd? Hopfen und Malz verloren…

    … ich könnte jetzt breit und lang das neue Logo sezieren- mach ich aber nicht. Warum? 1. Habe ich zwischenzeitlich eine richtig ausgeprägte Anti-Haltung gegen ALDI Süd. Mega beratungsresistent der Laden, unflexibel, brürokratisch, zunehmend schlechte Qualität, heruntergekommene Filialen, unfreundlich und abweisendes Personal usw. usw. 2. 3D-Glossy-Logos sind sowas von Tot. War eine sinnfreie Welle- ausgelöst von Apple & Co. Hat sich in der Praxis als völlig untauglich und mega kostenintensiv bewahrheitet. Das wussten einige schon vorher.

    Wenn ALDI Süd so weitermacht, dann sind sie in einigen Jahren potenzieller Übernahmekandidat…

  28. Das neue „A“, so ist geplant, soll zukünftig auch eigenständig in Erscheinung treten. Da darf man gespannt sein. Denn weniger das „A“ als vielmehr die typische Farbgebung aus Blau, Orange, Gelb ist es, die ALDI SÜD kennzeichnet. Ohne farbige Outlines, dürfte es schwierig sein, ALDI SÜD als Marke zu erkennen.

    Stimmt: Nimmt man nur das A, besonders in der neuen Form, erinnert es doch schwer an das „Wolle“-Logo:

  29. Mir ist die Anmutung etwas zu fett – und dabei spielen auch Verläufe eine Rolle. Vielleicht wäre es gut gewesen, das Logo mal etwas zu entrümpeln und sich beispielsweise von dem Rahmen zu verabschieden (die Farben hätten ja immer noch als Akzentfarben Verwendung finden können…)

    Was mir aber auffällt ist, dass das von ALDI vorgestellte Logo deutlich besser ist, als jeder Vorschlag, den ich hier in den Kommentaren gesehen habe. Es scheint also gar nicht so einfach zu sein, das Logo zu verbessern ;-)
    Es ist auch interessant, dass jeder Versuch, die Farben Orange und Gelb in das Logo einzubinden, sofort eine 80er-Jahre-Anmutung hervorrufen.
    Und noch eine Anmerkung für die, die sich über die schlechte Erkennbarkeit des „A“ in der Bildmarke beschweren: Es ist ein Logo – man muss nichts erkennen, man muss es nur wiedererkennen!

  30. ALDI hat einen Trend angestoßen, panisch ziehen andere Discounter nach!

    Natürlich nicht ;) Aber die Kreation des Penny Social Media Team mag ich genauso wenig wie das neue ALDI-Logo. Zu fett und träge wirkt der A-Klumpen. Ob das 5G-Logo als Indikator für eine Abkehr vom Flat Design taugt? Ich weiß ja nicht.

    • Das Flat Design hat seinen Platz im Web und auf dem Smartphone.

      Aldi hat sich bewusst dagegen entschieden, sich durch Online-Engagement zu verzetteln und möchte sich bewusst rein auf den stationären Discounthandel konzentrieren. Wenn online, dann als Werbe- und Informationskanal. Nicht für den Vertrieb. Zumindest im Haupt- und Heimatmarkt Deutschland und der ist nun einmal der Benchmark für die beiden Aldi-Imperien, schließlich sind sie auch im Ausland damit so schnell gewachsen die deutschen Erfolgsrezepte fast 1:1 zu überträgen, mit Anpassungen nur im Detail.

      Für stationären Handel und digital signage im stationären Handel und Ladenschilder auf Pylonen usw. ist das neue Aldi-Logo wesentlich besser geeignet, als ein Flat-Design, das vielleicht auf deinem Bildschirm gerade besser aussehen würde.

      Man wagt es ja kaum noch zu sagen, aber Design und Corporate Identity müssen nicht einzig und allein auf online zugeschnitten sein. Im Gegenteil, je nach Unternehmensstrategie kann es sinnvoll sein, auf online keine nennenswerte Rücksicht zu nehmen.

      Das Aldi-Logo muss auf großen Schildern und vor Ort, funktionieren, nicht auf deinem Monitor.

      • Design muss nicht nur funktionieren, sondern auch gefallen. Viele Nutzer sind ständig online und durch viele, viele Marken an flat in all seinen Varianten gewöhnt. Dieses Empfinden ist nicht plötzlich anders, weil man im Laden steht. Zudem geht ALDI diesen Weg allein. Kaufland ist erst vor wenigen Wochen einen ganz anderen Weg gegangen und hat sich von allem unnötigen Details verabschiedet.
        Davon mal abgesehen würde mir das Logo aber auch nicht gefallen, wenn man die gleichen Outlines und Farben für eine flat-Variante benutzt hätte. Das sind zu viele Farben, zu wenig Klarheit. Nach einigem Überlegen glaube ich, dass mich das mehr stört als der „3D“-Effekt, obwohl der es nicht besser macht.

        EDIT: In meiner Region gibt es nur ALDI Nord. Dort ist das stilisierte A auch groß auf Fensterflächen angebracht und wirkt sehr rund. Die „Schmalzlocke“ ist schwerer als A erfassbar.

        • Kaufland hat das schon wieder revidiert und erkannt, dass Wort- und Bildmarke auseinanderfallen, wenn man den roten Rahmen entfernt. Er ist nun wieder zurück und bereits geänderte Schilder werden auch erneut geändert. Nur, weil das flat design auf dem Bildschirm gut aussah, zuerst hat es Kaufland ja auch für den eigenen social media Auftritt eingeführt, muss es noch lange nicht vor Ort funktionieren.

          Der Fall Kaufland belegt also eigentlich genau die Eingangsthese.

          Im Übrigen ist das „Gefallen“ subjektiv. Es muss nicht dir gefallen, sondern der Zielgruppe des Unternehmens. Auch ist es Aldi Süd sehr wichtig, sich von Aldi Nord abzugrenzen – beide Unternehmen haben ein sehr unterschiedliches Image, aber auch einen unterschiedlichen Marktauftritt (Aldi Süd ist sozusagen die „schönere“ der beiden Schwestern).

          Daher betont man sicherlich auch gezwungenermaßen die Andersartigkeit durch einen visuell möglichst knalligen Auftritt und bleibt beim bunten „rahmen“, der keinerlei Verwechslungsgefahr entstehen lässt (das soll übrigens auch der Grund sein, warum Netto so auf diese grellen Neonfarben setzt, um nicht mit dem „Netto mit Hund“ verwechselt zu werden, der sehr auf schwarz als Grund-„Farbe“ setzt, so wurde es mir zumindest einmal erklärt).

  31. Die visuell optimierte Gestaltung gefällt mir gut, die Vorgänger waren übel und sicherlich keine Arbeit von Gestaltungsprofies.

  32. Die Design Firma hat wohl nur die Euros im Kopf gehabt und zu allem ja und Amen gesagt haben…
    Mal abgesehen davon, das Einfach nicht gleich billig sein muß und viele Designer Blogs inklusive englischesprachige auf dem Ding rumbashen wie eine Piñata.

    Ich kam auch ein ähnliches Kozept wie Paddy S., bevor ich seins sah, habe mich bewußt entschieden, behutsam ein Update zu machen, was auch in allen anderen Printmedien ermöglicht, das Logo deutlicher zu sehen – der blaue Hintergrund ist schrecklich meiner Meinung nach.

    imagebam.com

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