CXI Kon­fe­renz, Foto: Thomas Dahm

9. CXI Konferenz zum Thema „Corporate Identity“

CXI Kon­fe­renz, Foto: Thomas Dahm

Foto: Thomas Dahm

Zum neunten Mal stellen namhafte Unternehmen und Agenturen im Rahmen der größten deutschsprachigen Konferenz zum Themenbereich „Corporate Identity/Branding“ ihre Sicht- und Arbeitsweise dar. Die Konferenz, die am 23.06.2017 in Bielefeld stattfindet und in diesem Jahr international ausgerichtet ist, richtet sich an Profis und Studenten aus den Bereichen Marketing und Gestaltung. Im dt können Leser zwei Tickets gewinnen.

Die referierenden Unternehmen und Agenturen präsentieren aus sehr verschiedenen Positionen heraus – und doch gemeinsam – ihre Lösungswege und erläutern Problemstellungen. Auf diese Weise wird die gesamte Bandbreite und Komplexität der Aufgabenstellung deutlicher, können Entscheidungen und Beweggründe sowie die daraus folgenden Ergebnisse nachvollziehbarer gemacht werden. Ziel ist es, ein möglichst komplettes Bild der jeweiligen Arbeitssituation und ihrer Entwicklungsstufen darzustellen.

Sprecher, die bereits zugesagt haben:
Arndt Benedikt, Frankfurt (D)
Bold, Stockholm (SWE)
Future Candy, Hamburg (D)
Gretel, New York (USA)
Khanna Reidinga, Amsterdam (NL)
MOIA, Berlin (D)
SAS Scandinavian Airlines, Kopenhagen (DK)
Viceland, New York (USA)

Online-Anmeldung / Preise / alle weiteren Infos: www.cxi-konferenz.org

Verlosung

Das dt ist Medienpartner der Konferenz. Wer eines von zwei Tickets gewinnen möchte, kommentiert bitte bis zum 22. Februar diesen Beitrag, und zwar in Bezug auf das folgende Thema: Auf der CXI gehts es um starke Marken und wie diese entwickelt, verändert und geführt werden. Bitte nenne eine oder mehre Marken, die dich derzeit beeindrucken. Vielleicht magst du auch kurz schreiben, was genau dich begeistert.

25 Kommentare zu “9. CXI Konferenz zum Thema „Corporate Identity“

  1. Derzeit fasziniert mich besonders die Markenarbeit von Strichpunkt für die Marke Audi. Die Kommunikation der Markenwerte wird hervorragend umgesetzt und die gesamte Marke wurde auf digitale Bedürfnisse angepasst. Die Marke AUDI lebt am Puls der Zeit und denkt gemeinsam mit Strichpunkt sehr zukunftsorientiert.
    Eine sehr inspierende Marke, die mich beeindruckt!

  2. Oatly. http://www.oatly.com
    Die ganze Außendarstellung ist durchzogen von ganz feinem, hintergründigen Humor. Beispielsweise wird nicht behauptet „schmeckt wie früher“, sondern „schmeckt eventuell wie früher“. Das ist ehrlich und selbstbewusst, und damit überzeugend.
    (Leider (?) sind die meisten der tollen Filme auf der Website auf Schwedisch.)

  3. Opel – vor einigen Jahren noch sowas von angestaubt dreht sich die Marke gerade komplett um. Nach „Umparken im Kopf“ wird nun die Modellpalette ebenfalls radikal modernisiert. Das wirkt – Opel wird als Marke wieder sympathischer und attraktiver. Dafür einen großen Respekt!

  4. Microsoft – nicht meine Lieblingsschmiede, aber dennoch beeindruckend, wie sich das Unternehmen gerade wandelt und versucht, den Nerdmantel gegen die hippe Kutte zu tauschen.
    Die Surface-Reihe und der Desktop-Computer sind ein Schritt in eine gute Richtung. Wenn jetzt noch Windows einmal komplett neu gedacht wird (in eine sinnvolle, userfreundliche Richtung), ist Erfolg garantiert.

  5. Grundsätzlich bleibt es spannend wie starke Marken in der deutschen Automobilindustrie die digitale Transformation handlen können.
    Daimlers Versuch mit Moovel als Mobilitätsdienstleister vorzudringen…
    BMW mit starkem Fokus auf Subbrand und „i“-Series…
    Audi & dem progressiven Versuch die Marke zu digitalisieren und neben Autos auch Services anzubieten…
    Ich stehe der ganzen Branche, in Zeiten von „nothing-to-lose“ Unternehmen wie Tesla oder Uber, eher kritisch gegenüber und frage mich, ob es sich der ein oder andere Weltkonzern vielleicht etwas zu gemütlich auf seinem traditionellen Produkt gemacht hat…

  6. Spannend finde ich derzeit die Entwicklung von Marken, die innerhalb kurzer Zeit (<10 Jahren), massive weltweite Bekanntheit erreicht haben. Das sind fast ausschließlich Marken, deren Kontaktpunkte gegenüber dem Konsumenten praktisch rein digital sind (zB. Google/Alphabet und facebook).
    Ich verfolge gespannt, wie es um die Langfristigkeit dieser Marken bestellt ist, da gerade digitale Brands, obwohl sie massive weltweite Bekanntheit haben, umso schneller wieder verschwinden, wenn das Produkt/Angebot nicht mehr passt.

  7. Sicherlich mit ein wenig lokalem Herzblut, aber nicht desto weniger begeistert bin ich von der Markenumsetzung VORWERK. Vor einigen Jahren gab es auch hier ein etwas „verstaubtes“ Image, aber nun wirkt die Marke absolut authentisch, designaffin und wertig.

    Bereits im Claim „Neue Einfachheit“ verbirgt sich der Minimalismus des gesamten Erscheinungsbildes inkl. des Produktdesigns. Mir gefällt es ausgesprochen gut.

  8. Engelbert Strauss – begeistert mich weniger von ihrem Marken-Auftritt, sondern viel mehr von dem Hype, der in den letzten Jahren um diese Firma entstand. Die einfache Idee, solide Kleidung für die Arbeit so zu designen, dass der Handwerker das Gefühl hat auch noch im letzten Dreckloch gut auszusehen, hat 100% gezogen.

  9. Daimler hat mit seiner Schriftart, die man einfach immer überall wiedererkennt, etwas geschafft, das ich meinen Kunden auch gerne mal liefern würde.
    Mir fehlt manchmal etwas der Innovations-Teil in deren Auftritt aber die Traditions-Hälfte haben sie marketingtechnisch fest betoniert!

  10. Es wurde in den Kommentaren bereits Opel genannt, und ich möchte mich dem anschließen.
    Habe ich die Marke und deren Autos früher als absolut langweilig wahrgenommen (bzw. nicht wahrgenommen) hat sich das in den letzten Jahren absolut geändert. Modern und attraktiv, finde ich.

  11. Spontan fällt mir ein:

    EDEKA
    -> Ich mag zum einen ihren Claim „Wir lieben Lebensmittel“. Einfach, klar, ehrlich (!?) in jedem Fall auch unverfänglich, aber ganz klar ansprechend, da authentisch und ohne Schnick-Schnack.
    Ich feiere den aktuellen, phantasievollen, an skurrile Kinderfilme a la Tim Burton erinnernden Spot EATKARUS -> https://www.youtube.com/watch?v=To9COZq3KSo
    Die Welt die da gezeigt wird, löst in mir eine Gemütlichkeit aus, die mich glatt dazu verleiten könnte in den nächsten Edeka zu stiefeln um mir eine Handvoll Waldbeeren zu kaufen…Und darum soll’s ja gehen.

    Als Grafikerin in einer Werbeagentur hätte ich vermutlich einen intellektuelleres, mehr an Gestaltung ausgerichtetes Beispiel raushauen können, aber mein Bauchgefühl hat mir dieses Beispiel vorgeschlagen.
    Es ist gleich 13 Uhr, vllt. habe ich auch einfach nur Hunger. Hunger hätte ich auch auf CXI.
    Aber das gibt’s im Edeka leider nicht :/

  12. Ganz aktuell hat mich die Produktmarke Smuus erfreut. Ihre Macher (Mayd) haben eine aus meiner Sicht sehr gute und angebrachte Haltung gegenüber dem US-amerikanischen Präsidenten Trump in Form einer gekonnten Kampagne („Smuuslim welcome“) zum Ausdruck gebracht.

  13. Besonders spannend finde ich momentan den Aufstieg von Jaguar und die Verwandlung von einem alt angestaubten brittischen Automobilhersteller, hin zu einem modernen Unternehmen mit Vorreiterrolle!
    Dicker Respekt!

  14. Mir kommt da sofort „logitech“ in den Sinn. Seitdem hier im designtagebuch von der neuen visuellen Identität berichtet wurde, steht die Marke für mich in einem völlig neuen Licht.
    Allein der Wegfall der Bildmarke hat den „billig-Marke“ Eindruck aufgehoben, aber die Wortmarke vermittelt zusätzlich dazu einen ganz anderen, hochwertigen Charakter mit einer Menge Wiedererkennungswert.

    Die Umstellung auf die neue Wortmarke beeinflusst mich noch bis heute, wenn ich mal wieder nach neuer Hardware suche.

  15. Ich fand vor allem die Umstellung auf das neue Erscheiungsbild bei „Merck“ äußerst spannend, da mutig und äußerst identitätsstiftend (trotz Kontroverse). Sowas sieht man nicht so oft und zeigt, wie doch der Stellenwert von CI und überhaupt Design langsam aber stetig steigt!

  16. Ich studiere momentan das Kompetenzfeld Branding an der Hawk in Hildesheim und war bisher noch nie auf einer Konferenz oder überhaupt in so einem Format für Design. Deshalb bin ich besonders gespannt, was mich das erste mal so erwartet. Jedenfalls halten sehr interessante Menschen Vorträge und aus dem Grund würde mich umso mehr freuen Karten für diese Veranstaltung zu gewinnen. Viele liebe Grüße Mirijam

    • Ich hatte ganz vergessen die Marken zu nennen, die mich momentan am meisten interessieren. Zum einen Start-up Marken, wie „mymuslie“, weil sie über Nacht so beleibt geworden sind. Desweitern YouTube Persönlichkeiten sich vermarkten und zur Marke werden wie z.B. Sophia Thiel. Und zu guter Letzt natürlich auch Marken wie Harribo oder Nivea die es bereits seit über 100 Jahre gibt. Die Entwicklung der Marke und wie sich der Zeit anpasst.

  17. Mir gefällt die Marke des kleinen Startups Cobi.
    Die Website finde ich optisch und technisch sehr gelungen und das Design passt sehr gut zum Produkt und wirkt sehr modern. Es sticht auch etwas aus dem aktuellen Einheitsbrei der Logos und Layouts in immer wieder fast gleichen Fonts und Kästchen-Designs heraus.

  18. Ich kaufe mir regelmäßig Fisherman’s Friend „Eukalyptus“ und finde Fisherman’s Friend ist eine tolle Marke. Das liegt nicht unbedingt an den Kommunikationsmaßnahmen, von denen ich den letzten Jahren zumindest wenig mitbekommen habe, als an dem beständig guten Produkt, was das tut, was es soll: Ich bekomme freie Atemwege. Es ist trotzdem irgendwie besonders, bei den ganzen Redesigns auf die leere Bonbonpackung zu schauen und das Gefühl zu haben: „War gut, ist gut, bleibt gut.“ Klar gab es auch hier Anpassungen. Es überwiegt jedoch das Gefühl, dass sich nichts verändert hat, seitdem der Apotheker Lutschpastillen für die Seefahrer machte. Das gehört aber wahrscheinlich zur Markenstrategie und wer weiß, wieviel an der Entstehungsgeschichte wirklich dran ist … für mich klingt es jedenfalls plausibel und ist eine schöne Anekdote. Fisherman’s Friend ist, denke ich, ein gutes Beispiel für eine Marke, welche auf einem guten Ausgangsprodukt basiert, eine starke Identität hat und daher nicht so viel Markenpflege bedarf. FF gehört für mich wie Nutella irgendwie „zum Leben dazu“, was wohl ein Zeichen dafür ist, dass sie es geschafft haben.

    Ein andere schöne Marke ist Sonos. Klar, sind die Lautsprecher ziemlich aktuell sehr angesagt, aber in meinen Augen auch zurecht: Das ist einfach ein gutes System. Die Sorgfalt, die hier an den Tag gelegt wird, spiegelt sich meiner Meinung nach in sämtlichen Bereichen wider: Zuerst einmal ist da das Logo, welches ich schon vor den Produkten kannte – in Zusammenspiel mit dem wabernden, pulsierenden Hintergrund beim Scrollen zeigt diese Kombination, was das Produkt macht. Aber auch im Detail ist die Wortmarke gut ausgearbeitet. Seitdem ich einen Lautsprecher habe, den ich waagerecht hinlegen und senkrecht aufstellen kann, weiß ich, dass das Logo in sämtlichen Orientierungen und sogar über Kopf aussieht. Die Einrichtung des Lautsprechers am iPhone war ein Erlebnis, was mir ein Lächeln auf die Lippen gezaubert hat – hier spielte die eigentliche Magie: Das Markenerlebnis funktioniert. Und als ich ein bisschen Zubehör brauchte, war es 2 Tage nach Bestellung schon da. Alles kommt toll verpackt, ähnlich wie bei Apple. Wichtig war mir auch, dass die Lautsprecher langfristig nutzbar sind – Käufer von vor 10 Jahren haben mir das bestätigt. Was bleibt, ist dass ich auch hier ein sehr gutes Gefühl mit der Marke habe. Und darum geht es.

  19. Mir fällt spontan die BVG ein. Hut ab, dass die sich getraut haben, eingelatschte Pfade zu verlassen und der Agentur zu vertrauen. Mit der selbstironischen Kampagne „Weil wir Dich lieben“ wurde exakt das thematisiert und verdichtet, was die Berliner negativ wahrnehmen. Und damit konnte das Ganze so gedreht werden, dass ein Imagewandel stattgefunden hat, ohne dass das Unternehmen die genannten Kritikpunkte verbessern musste. Zunächst von Experten noch als Megaflop verspottet, wurde das Ding auf allen Kanälen zum Selbstläufer. Einfach genial.

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