FIFA WM 2014 Poster

32 Poster zur FIFA-Weltmeisterschaft in Brasilien

FIFA WM 2014 PosterQuelle: ESPN, Illustrator: Cristiano Siqueira

Schon mal langsam warmlaufen. 32 Poster zur FIFA Weltmeisterschaft, entworfen vom brasilianischen Illustrator Cristiano Siqueira.

Der us-amerikanische Sportsender ESPN hatte Siqueira beauftragt, die 32 Fußballmannschaften, die in drei Wochen in Brasilien antreten werden, illustrativ in Szene zu setzen. Nebenbei gesagt, ein schöner Auftrag.

In Zuge dessen wird deutlich, dass das deutsche Team im Grunde keinen richtigen Spitznamen respektive Kampfnamen hat. In Sachen Emotionalität und Spannung kann „Die Mannschaft“ zudem mit den anderen Nationen nicht wirklich mithalten. Wieso überhaupt „Die Mannschaft“ und nicht „Die Nationalmannschaft“? Aber egal. Auf dem Platz darf Mesut Özil jedenfalls gerne etwas dynamischer jubeln.

FIFA WM 2014 Poster

Alle 32 Poster sind zu sehen unter…

28 Kommentare zu “32 Poster zur FIFA-Weltmeisterschaft in Brasilien

  1. @ Achim: Die Deutsche Nationalmannschaft wird in der internationalen Presse schon seit Jahren „The Mannschaft“ genannt, was unter anderem von hohem Respekt für das Kollektiv und die „typisch deutschen Tugenden“ steht. Daher ist der Begriff – vielleicht kein besonders sympatischer – aber doch sogar einer der vergleichsweise einprägsamsten Spitznamen, finde ich. In Verbindung mit der Frakturschrift vielleicht etwas sehr martialisch. Die Umsetzung der Plakate finde ich handwerklich OK, allerdings nicht sonderlich kreativ.

  2. Meiner Ansicht nach haben wir einen Spitznamen: „Nationalelf“. Soweit ich das so mitbekomme, wird dieser Begriff in der Regel nur für die deutschen Kicker verwendet.

  3. In Kombination mit der Fraktur entstehen sicherlich nicht nur bei mir ganz üble „teutonisch-allemannische“ Gefühle. Wenigstens ne modernere Schrift hätte es sein dürfen. Wenn die Jungs jetzt ne Pickelhaube aufhätten, OK. Aber so?
    Naja, meins ist diese überbordende Emotionalisierung durch Werbemittel eh nicht. Wer’s braucht…

    • In Kombination mit der Fraktur entstehen sicherlich nicht nur bei mir ganz üble “teutonisch-allemannische” Gefühle.

      Das liegt vielleicht daran, dass die politisch vorbelastet sind oder in irgendeiner Form umerzogen wurden .-)

  4. Özil vor dem Bundesadler? Wer ist denn bitteschön auf die Idee gekommen?

    Der Typ singt doch nichtmal die dt. Nationalhymne mit!

    • Es singt meiner Erfahrung nach kaum ein(e) deutsche(r) unsere Hymne mit. Egal, um welche Sportart es sich handelt.
      Etwas unpassend, ihr Kommentar: Dürfen Ihrer Meinung nach nur Spieler vor dem Adler stehen, die deutsche Eltern haben?

      Zu den Plakaten: Ich finde die Idee für Mannschafts-Plakate sehr gut und sie sind für mich aus Laiensicht schön anzuschauen.

      • Etwas unpassend, Ihr Kommentar: Sollte sich nicht jemand, der in der deutsche Nationalmanschaft spielt, mit Deutschland identifizieren, anstatt es zu hassen?

  5. Diese WM wird in meinen Augen wohl eh eine sehr komische WM. Bisher kein WM Feeling. Mag daran liegen, das es sehr weit weg ist.
    Das Plakat von Deutschland finde ich misslungen. Uns wird die Vergangenheit wohl immer und ewig anhaften. Mag sein, das dies nicht die Intention war. Aber durch diese Schriftart wird bei mir eben dieses Gefühl geweckt.

  6. Ich finde z.B. „Die Mannschaft“, der Spitzname, den uns die internationale Presse gegeben hat, überhaupt nicht emotionslos. Da finde ich einige andere Spitznamen durchaus langweiliger und kitschig.

  7. Stichwort ‚Spitzname‘
    Das ZDF hatte mal (während der letzten WM) die Online-Community aufgerufen, Vorschläge zu machen, wie man die Nationalelf nennen könnte – vor dem Hintergrund der ganzen „Azzurri“, „Bleux“, „Three Lions“, „Weißen Adler“ und so.
    Hier meine Vorschläge:

    Die weißen Ballzauberer (in Anlehnung u. a. an den „weißen Brasilianer“ Schnix; ‚weiß‘ dann aber aufs Trikot bezogen!)
    Schwarz-Weiße Adler (da „Weiße Adler” bereits belegt)
    Weiße Bundes-Adler
    Alle Mannen / Die Germanischen
    Ger-manische Ballzauberer (mglw. auch kurz: „Die Ger-Manischen“)
    Bundeskicker (klingt wie Bundesliga)
    Die Deutsche Einheit

    Aber vielleicht findet sich ja auch ein in der Historie immer wiederkehrender Begriff (vornehmlich der Medien), der vom DFB dann auch als historisch gewachsen begründet und vermarktet werden könnte (ähnlich z.B. bei Werkself und Vizekusen bei Bayer 04).
    {Dieser ZDF-Wettbewerb wurde übrigens nie so richtig ausgewertet.}

  8. Um hier uneingeladen hinein zu klugscheissen: Die Frakturschrift war im Dritten Reich verpönt und wurde in allen Schriften der Partei NICHT verwendet. Fraktur galt als „welsch“ und französisch. Was historisch gar nicht ‚mal falsch ist.
    Das Drittreichigste für mich ist die Verwendung von Primärrot, Schwarz und Weiss – wie in der Hakenkreuzflagge…

  9. Ich finde schon, dass man deutschen Nationalismus auch mit der damit verbundenen Schrift darstellen sollte. Der Abstand zwischen f und t ist allerdings grauenhaft.

  10. Dass viele Leute die Fraktura mit dem dritten Reich verbinden, hat seine Begründung. Die Fraktura wurde tatsächlich von der nationalsozialistischen Führung aufgrund ihres historischen Urpsrungs verboten. Allerdings ist dies nur sehr langsam bei den vielen politischen Organen, Behörden etc. angekommen, so dass in der Praxis die Fraktura noch sehr häufig eingesetzt wurde. Deshalb haben die Alliierten nach Ende des Krieges die Fraktura ironischerweise für eine nicht unwesentliche Zeitspanne ebenfalls verboten.

    Bei der Farbgebung würde ich nicht das dritte Reich assoziieren, in dem die Signalfarbe rot sehr präsent war. Die Farbgebung erinnert viel mehr an die preußische Flagge. Neben der Namensgebung ebenfalls ein Verweis, auf die deutschen bzw. preußischen Tugenden.

    Zum Thema selbst: Ich finde die Plakate sehr gelungen. Ein einheitlicher Stil, aber trotzdem sehr unterschiedlich und zum Teil sehr spannungsgeladen.

    • Ich könnte mir vorstellen, die Alliierten haben die Fraktur nicht wegen der altdeutschen Anmutung verboten, sondern weil diese bei Amtsschriften gerade von den Alliierten schwer zu lesen war. Sehr viele haben zu dieser Zeit sogar noch eine frakturelle Handschrift in der Schule erlernt.

    • @ Marc: korrekt: Die Fraktur – oder besser die Textura – war lange im Einsatz in Deutschland, obwohl der Rest von Europa längst auf die Antiqua gesetzt hat. Das haben die Nazis mitbekommen und aus Furcht, dass die deutschen Schriften nicht mehr international gelesen werden können, haben sie »entdeckt«, dass die »Schwabacher Judenletter« ein Teufelszeug der Juden ist, auf das die Nazis dummerweise reingefallen sind und gefälligst eliminiert gehört. Diese Erbe trägt die Fraktur, die Textur, die Rotunda und alle anderen bis heute leider mit sich.

  11. …mir fehlt hauptsächlich der Unterkörper von Özil. Wie soll der denn so Tore schießen?
    Soll wohl ein versteckter Hinweis auf den Zustand der MANNSCHAFT sein, oder?

  12. Die Poster sind gut, aber wie Wiedererkennbarkeit einiger Stars lässt meiner Meinung nach stark zu wünschen übrig.

  13. Vielen Dank für den Beitrag!
    Leider kann ich unter dem Link nicht die 32 Poster finden. Sind die auf der Seite einfach nur gut versteckt, stelle ich mich dumm an oder wurden die Poster herunter genommen?

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