Kurt Weidemann ist tot

Foto © Marc Eckardt
Gestern verstarb im Alter von 88 Jahren im elsässischen Sélestat einer der prägendsten Gestalter und Typografen des 20. Jahrhunderts. Die Erscheinungsbilder vieler bekannter Unternehmen, darunter Mercedes Benz, Deutsche Bahn, Porsche, Zeiss und co op sind mit seinem Namen verbunden. Kurt Weidemann hat an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart studiert, wo er von 1965 bis 1985 den Lehrstuhl für „Information und Grafische Praxis“ inne hatte.
Die von ihm gezeichnete Schriftfamilie Corporate A.S.E. prägt auch heute noch den Markenauftritt von Mercedes-Benz. Der wohl am meisten von ihm zitierte Ausspruch lautet: „…ein Zeichen ist gut, wenn man es mit dem großen Zeh in den Sand kratzen kann!“. Die damit zum Ausdruck gebrachte Maxime, die Form einer Bildmarke oder eines Zeichens möglichst einfach und auf das Wesentliche zu beschränken, begleitet auch die heutige Generation von Gestaltern. » weiterlesen
Neues Erscheinungsbild für Maltapost

Kleiner Schwenk ins Mittelmeer. Der nationale Post-Betreiber von Malta stellt sich strategisch neu auf und führt eine neue visuelle Identität ein. „Das neue Erscheinungsbild soll dazu beitragen, neue Märkte für die Postdienste zu erschließen“ so Joseph Gafà, Geschäftsführer von Maltapost. Das Unternehmen kehrt mit dem vollzogenen Redesign zu den ursprünglichen Farben Rot und Schwarz und zurück. Auch in Bezug auf die Gestaltung des neuen Firmenzeichens, zeigt man sich ein Stück weit traditionell. » weiterlesen
Eine neue skulpturale Identität für Eurostar

Das in London ansässige Verkehrsunternehmen Eurostar Group Ltd. führt für Eurostar ein komplett neues Corporate Design ein. Im Mittelpunkt der neuen visuellen Identität steht eine dreidimensionale Form, die ein sehr wandlungsfähiges und doch einheitliches Design ermöglicht. Die Umstellung umfasst die komplette Bandbreite an Kommunikationsmaßnahmen und beinhaltet neben der Umstellung aller Print- und digitalen Medien auch die Neugestaltung der gesamten Zugflotte (interoir/exterior) sowie der dem Streckennetz angeschlossenen Bahnhöfe. » weiterlesen
Eine neue Hausschrift für Nokia – Nokia Pure

„Rettungsanker neue Hausschrift“, so könnte man vielleicht die Ankündigung von Nokia interpretieren, eine neue Corporate Schrift einzuführen, die sowohl auf mobilen Endgeräten als auch in den Printmedien zum Einsatz kommen soll. Der Telekommunikationsriese konnte mit den Entwicklungen rund um Smartphones ganz offenbar nicht Schritt halten und ist, so kann man jedenfalls zahlreichen Wirtschaftsmeldungen entnehmen, angeschlagen. Die Konkurrenz, allen voran Apple, bietet smartere Lösungen, zumindest wenn man die Verkaufszahlen als Maßstab nimmt, und so müssen die Finnen sich etwas einfallen lassen. Ob’s gelingen wird, mit einem neuen Typedesign das Image aufzubessern? Hier jedenfalls als Vorschau auf ein zukünftiges Corporate Design von Nokia die neue Hausschrift „Nokia Pure“. » weiterlesen
Bhutan empfängt seine Besucher mit Blumen

Reisewochen im dt: Die Tourismusbehörde von Bhutan möchte mit einem neuen Erscheinungsbild auf das kleine Land im Himalaya aufmerksam machen. Viele hundert Jahre schirmte sich das Land weitestgehend ab. Lange Zeit war die Zahl der Touristen, die nach Bhutan einreisen durften, auf wenige Tausend begrenzt. Das soll sich nun ändern. In den nächsten Jahren möchte die Behörde bis zu 100.000 Besucher ins Land locken, jeweils pro Jahr versteht sich (Quelle: entwicklung.at).
Farborakel am Sonntag

Angesicht der beiden Landtagswahlen am heutigen Sonntag in Rheinland-Pfalz und in Baden-Württemberg, vor allem letztgenannte schätze ich persönlich als extrem spannend ein, befragen wir an dieser Stelle das Farborakel. Welche Farben bzw. Farbkombinationen werden heute Abend die politische Landschaft prägen?
Grafik: Strahlenbelastung Tschernobyl / Fukushima

Mir fiel es in den letzten Tagen schwer, die Situation in Fukushima einzuordnen. Allerorten machen Begriffe wie „Atomare Gefahr“, „Kernschmelze“, „nukleare Katastrophe“ und „Super-GAU“ die Runde, ungeachtet dessen, ob sie in Bezug auf die Berichterstattung über den Unfall in Japan überhaupt geeignete Termini sind. Vor allem auch die Frage, in welcher Relation der aktuelle Störfall zu den Ereignissen 1986 in Tschernobyl steht, fand ich bislang weitestgehend unbeantwortet.
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