Design Tagebuch

NRW-SPD wird grün

*räusper* “Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum… wie kommst Du auf das SPD-Logo?” Zu sehen war dieser “Christbaumschmuck” auf der Pressekonferenz von Hannelore Kraft anläßlich des Rücktritts von Jochen Dieckmann als SPD-Landesvorsitzender. Vermutlich will man damit zur Weihnachtszeit doch wieder die Nähe zu den Grünen zum Ausdruck bringen, gell?

Hallo Herr Bütikofer, Hallo Frau Roth, wäre das nicht auch ein nettes Logo für Ihre Partei? Quasi mit roter Basis :-)

abgelegt in Fundstücke, Logos, erstellt von Achim Schaffrinna am 22.12.2006 | 14:40
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Die gruseligsten Seiten im Netz – discount24

Auch der Spooky des Monats Dezember geht an einen Internet-Shop. Alles was bei Otto von der Rampe fällt, landet in schöner Regelmäßigkeit bei discount24. Dort werden reduzierte Waren schon seit einigen Jahren offensiv als Schnäppchen feilgeboten. Tatsächlich findet man aber fast jedes Teil in anderen Shops oder auch in Kaufhäusern noch günstiger. Eine Mogelpackung aller erster Güte. Die Shop-Betreiber muten aber auch aus gestalterischer und aus Usability-Sicht dem Benutzer einiges zu. Ein echter visueller “Grabbeltisch”. Es finden sich unzählige unterschiedliche Schriftarten in Punktgrößen zwischen 10 und 200. Für jeden ist etwas dabei. Bitte nicht drängeln – jeder bekommt auch einen animierten Banner. Und das Schönste ist, die blinkenden Bildchen begleiten einen bis zum Beginn des Bestellprozesses. So stellt man sich eine entspannte Einkaufsatmosphäre vor.

Ein Farbkonzept ist nicht vorhanden. Blau, Grau, Schwarz, Gelb und Rot werden nahezu beliebig eingesetzt. Gleichermaßen kommen alle Farben an verschiedenen Stellen mal als Link, als Hintergrundfarbe und mal als nicht verlinkter Text zum Einsatz. Das nenne ich mal gerecht. Wer jetzt immer noch kein Weihnachtsgeschenk hat und beabsichtigt diese bei discount24 einzukaufen, der tut mir doppelt leid. Frohes Fest!

abgelegt in Die gruseligsten Seiten im Netz, erstellt von Achim Schaffrinna am 21.12.2006 | 13:22
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Enterprise reloaded

Angeregt durch einen Kommentar: hier die Version, wie ich mir das neue Logo hätte vorstellen können.

abgelegt in Logos, erstellt von Achim Schaffrinna am 19.12.2006 | 13:20
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Enterprise Rent-A-Car mit neuem Logo

Der amerikanische Autovermieter Enterprise führt in Kürze ein modifiziertes Logo ein. Bildmarke und Wortmarke werden durch Wegfall des großen “E” im Firmennamen zu einer Einheit verschmolzen. Die Bildmarke ist nun Teil des Schriftzuges und muss “mitgelesen” werden. In vielen Fällen kann dies zu Irritationen führen, da unterschiedliche Farben und Schriftstile den Lesefluss des Firmennamens erschweren. Im Fall von Enterprise funktioniert es noch so gerade eben. Der Zusatz “rent-a-car” entfällt im Logo. Dadurch kann auf die weiße Fläche verzichtet werden, was dem Logo etwas mehr Ruhe verschafft. Auch die Verwendung ausschließlich von Minuskeln trägt dazu bei, dass das neue Zeichen etwas homogener erscheint, als das alte. 100%tig rund wirkt es auf mich allerdings nicht. Anscheinend wurde das Logo im eigenen Haus weiterentwickelt. Wie es heißt mit Unterstützung von Monigle Associates.

abgelegt in Logos, erstellt von Achim Schaffrinna am 19.12.2006 | 13:15
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HLX + Hapagfly = TUIfly

„Die TUI holt erneut die Spritzpistole heraus und lackiert ihre Flugzeuge neu. Nur anderthalb Jahre nach der letzten Namensänderung von Hapag-Lloyd Flug in Hapagfly stülpt die Konzernspitze den Maschinen wieder eine neue Marke über: Nun soll die Gesellschaft in der neuen TUIfly.com aufgehen – und fliegt von April 2007 an nicht mehr in Blau, sondern in Gelb. Bleiben wird nur der rote Schriftzug“. Quelle: HAZ

Der Hapagfly’sche wenig benutzerfreundliche Babyblau-Weiß-Kontrast im Webauftritt, gehört also bald der Vergangenheit an. Auch der Komplementärkontrast des roten Logos auf blauem Grund war wenig augenfreundlich. Keiner wird den Verlust der Marke bedauern. Bei HLX sieht das schon ein wenig anders aus. In den Aufbau der Marke wurden in den letzten Jahren 100 Millionen Euro investiert. Seit kurzem schrieb man schwarze Zahlen. Doch anstatt HLX weiterzuführen entschied man sich nun wieder eine neue Marke einzuführen. Man nehme das Erfolg versprechende HLX-Gelb, gebe den Zusatz Fly hinzu und lasse beides 30 Tage im Netz bei 180°Grad garen (Der Launch soll am 15. Januar erfolgen). Man wird sehen, ob der neue Auftritt das Internetgeschäft weiter ankurbeln kann, wie man es sich erhofft.

abgelegt in Relaunch, erstellt von Achim Schaffrinna am 18.12.2006 | 13:07
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Eurosport mit kleinem Relaunch

Das Sport-Portal zeigt sich wieder einmal verändert. Der Header-Bereich inklusive Logo sowie die Module der Multimedia-Inhalte z.B. Live-Score und Videos wurden leicht modifiziert. Nachdem man für die Online-Auftritte bislang auf eine abgespeckte horizontale Variante zurückgegriffen hatte, wird nun wieder das “Standard-Logo” eingesetzt. Außerdem ist der Branding-Bereich nun grau statt blau. Näher am TV-Screendesign ist man mit den Änderungen allerdings nicht.

abgelegt in Relaunch, erstellt von Achim Schaffrinna am 16.12.2006 | 13:06
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Die Fußball-Bundesliga-Logo-Tabelle

Mit der Gestaltung des Logos für die Ligaexperten habe ich ja schon einmal meine Begeisterung für den Fußball zum Ausdruck gebracht. Schauen wir uns doch einmal die Vereine der 1.Bundesliga aus gestalterischer Perspektive an. Welche Mannschaft hat eigentlich das beste Logo? Ich hab’ sie mir mal etwas genauer angeschaut und muss feststellen: Das Niveau ist zuweilen erschreckend niedrig.

Kurzfazit

Die meisten Logos wirken sehr bieder, antiquiert, verstaubt und wenig zeitgemäß. Einige Clubs darunter Hertha BSC, Hannover 96 und 1.FC Nürnberg zeigen zwar in ihren Webauftritten modifizierte und mit Verläufen versehene Logos, die Grundform bleibt aber jeweils erhalten. Es gibt so gut wie kein Logo, in dem das eigentliche Thema “Sport” an sich visualisiert wird. Assoziationen wie Dynamik und Bewegung greifen bei keiner der Bildmarken. Die oft verwendete Kreisform transportiert Werte wie Einheit und Mannschaftsgeist und kommt auch gleich bei 12 der aktuell 18 Vereinen zum Einsatz. Außerdem sehr beliebt bei unseren Fußballvereinen ist die Rautenform. Dieses Symbol mit charakteristischer Betonung der Spitzen kommt bei drei Vereinen zum Einsatz. Wie man aktuell sieht, bedeutet dies jedoch nicht gleichzeitig ein Spitzenplatz aus sportlicher Sicht.

Die Logos werden tausendfach auf Trikots, Schals, Fahnen, Tassen, Schlüsselanhängern und vielem mehr eingesetzt. Umso ernüchternder, was sich die Fans so alles um den Hals wickeln und auf den Kopf setzen. Es ist ja nicht neu, dass man als Fußballfan zwar die Fouls der gegnerischen Mannschaft sieht, nicht aber die des eigenen Teams. Ein Fan besitzt quasi von Hause aus die Fähigkeit Dinge NICHT zu sehen. Wenn man sich die Logos der Bundesligavereine anschaut wird man schnell erkennen, dass die Merchandising-Abteilungen der Vereine genau auf diese Fähigkeit bei Ihren Fans setzen. Ich finde es faszinierend, dass Fans sich mit Signets und Logos schmücken, die aus gestalterischer Hinsicht fast alles Absteiger sind. Menschen, die Bettwäsche von Borussia Dortmund kaufen, scheint der Sehsinn in besonderer Weise ein Schnippchen zu schlagen.

Die Logos im Einzelnen

Platz 1. HSV – Eine Kombination aus Rechteck und Rauten bilden ein tolles Zeichen. Einfach, klar und mit starker Wiedererkennung. So sehen jedenfalls keine Absteiger aus.
Platz 2. Hannover 96 – Die Form der “96″ verströmt im Vergleich zu allen anderen Signets zumindest einen kleinen Hauch von Dynamik. Eine Variante mit Verläufen zeigt, dass man versucht mit der Zeit zu gehen. (Anmerkung: sollte bei der Platzierung eventuell ein Heimvorteil zum Tragen gekommen sein ;)
Platz 3. Werder Bremen – Nicht grandios aber gut. Etwas seltsam sind die einander zugewandten Spitzen im “W”. Könnte auch ein Boxverein sein.
Platz 4. Eintracht Frankfurt – Also Adler hin oder her… am stilisierten Vogel mit Krone ist wenig zu Mäkeln. Die Form und Abstände stimmen. Einfarbig und klassisch.
Platz 5. FC Schalke – Interessant ist sicherlich, die auffällige Nähe zu Gazprom, dem neuen Hauptsponsor. Das “G” für Gelsenkirchen sieht man erst, wenn man’s weiß. Insgesamt leicht schrullig aber irgendwie auch ein wenig kultig.
Platz 6. FC Bayern – Die Bayern schaffen es als einziges Logo, dass der Vereinsname auch in Visitenkartengröße lesbar ist. Das muss belohnt werden.
Platz 7. Borussia Mönchengladbach – Schöne Raute mit Zebrastreifen. Würde auch gut zu Duisburg passen. Das “B” suppt allerdings ein bisschen weg vor dem gestreiften Hintergrund.
Platz 8. VFL Bochum – Die schönste Wappenform bringt dem Verein aus dem Revier einen guten Platz im Mittelfeld ein.
Platz 9. VFL Wolfsburg – Das einzige halbwegs modern anmutende Logo. Im Gegensatz zu allen anderen Logos eine offene Form. Dennoch irgendwie künstlich.
Platz 10. Bayer 04 Leverkusen – Sieht so ein “Plastik-Club” aus? Also wirklich nicht. Das symmetrisch angeordnete Logo mit Löwen zu beiden Seiten verströmt eine Historie wie Real Madrid, die sie 2002 im Endspiel der Championsleague fast geschlagen hätten. Aber auch nur fast.
Platz 11. Arminia Bielefeld – Fähnchen im Wind und Lorbeerkranz wirken, wie das Signet eines Pfadfinderbundes. Ziemlich brav und extrem altbacken.
Platz 12. FSV Mainz – Ein höchst eigenwilliges Buchstabenkonstrukt irgendwo zwischen Zwille(Steinschleuder) und Adlerschwingen. Das zur Kreisform gekrümmte “M” sieht eher, wie ein “Y” aus. Kurzzeitig auf einem Abstiegsplatz und nur durch Skurrilität vor dem Abstieg gerettet.
Platz 13. Hertha BSC – Ein Kreis, im Kreis, im Kreis. Zweimal ist der Vereinsname bis zu Unkenntlichkeit integriert. Da benötigt man schon ein ganz besonders großes Transparent, um die Schriftzüge lesen zu können.
Platz 14. VFB Stuttgart – Auch wenn Tradition durchaus eine wichtige Rolle spielt, halte ich die Fraktur-Schrift für völlig Fehl am Platz. Die Wappenform ist wenig originär. (Historie des VFB-Stuttgart-Wappens).
Platz 15. 1.FC Nürnberg – Wohl das langweiligste Logo überhaupt der 18 Teams. Selbst in der “3D-Variante” hochgradig abstiegsgefährdet.
Platz 16. Energie Cottbus – Rotes Wappen im roten Kreis, dazu gelber Lorbeerkranz auf weißem Grund! In dieser Form immer nur zweite Liga.
Platz 17. Alemannia Aachen – Was bitte ist das denn? Die abgerundete Dreiecksform, lässt eher auf ein Vogelschutzgebiet in der Eifel schließen, denn auf einen Fußballverein. Leider nur Kreisklassenniveau.
Platz 18. Borussia Dortmund – Ich bin sicher, würde man heutzutage so eine Form einem Auftraggeber vorlegen, würde man die Präsentationsmappe links und rechts um die Ohren kriegen. Liebloser kann Formsprache nicht sein und können Buchstaben nicht angeordnet werden. So etwas halten nur echte Fans aus.

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abgelegt in Logos, erstellt von Achim Schaffrinna am 14.12.2006 | 11:27
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